Strom erzeugen im Heizungskeller
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Rund ein Zehntel des Wärmeverbrauchs privater Haushalte in Deutschland wurde 2009 regenerativ erzeugt.“
Die kalte Jahreszeit hat begonnen und zum Einstieg in die Heizsaison steigen die Preise für Heizöl und andere fossile Brennstoffe in beinah unerreichte Höhen. Mit rund 90 Euro pro 100 Liter ist Heizöl im Herbst 2011 so teuer wie noch nie um diese Zeit. Viele Menschen wollen nicht mehr Jahr für Jahr den Preissteigerungen ausgesetzt und von fossilen Energien abhängig sein und stellen deshalb ihre Energie- und Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien um. Solarthermie, Wärmepumpe oder Biomassenutzung wie Scheitholz oder Hackschnitzel machten im Jahr 2010 bundesweit bereits 9,5 % der gesamten Wärmeerzeugung aus. Noch nicht genügend bekannt sind die umfangreichen Fördermöglichkeiten, die gerade private Haushalte dabei nutzen können.
Denn um die Gebäudeeigentümer bei der Umstellung zu unterstützen, gibt es das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Hier stehen Fördermittel im Gesamtvolumen von 351 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden bisher nur 80 Millionen abgerufen, wie die BAFA kürzlich mitteilte. Dr. Brigitte Buhse von der naturkraft-region weist darauf hin, dass noch bis Ende 2011 ansehnliche Zuschüsse für Anlagen zur erneuerbaren Wärmeversorgung beantragt werden können.
Gefördert wird beispielsweise die Errichtung oder Erweiterung einer Solarthermie-Anlage mit bis zu 120 Euro pro m² Kollektorfläche. Für den Austausch des alten Heizkessels gegen einen Brennwertkessel nach Energieeinsparverordnung wird ein Bonus von 600 Euro gezahlt. Auch kombinierte Lösungen wie Solarthermie plus Wärmepumpe oder Solarthermie plus Biomasse werden mit einem Bonus von 600 Euro vergütet. Sogar eine Kombination zwischen der Finanzierung aus Mitteln der KfW-Förderbank und Inanspruchnahme der Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm ist in bestimmten Fällen möglich. Um noch die erhöhten Fördersätze zu erhalten müssen Anträge bis Jahresende eingereicht werden.
Sonderbonus für Beratung - Auch Baubegleitung wird gefördert
Bei einer energetischen Sanierung ist Unterstützung durch Experten eine echte Hilfe. Um Hausbesitzer nicht allein zu lassen, fördert die KfW daher auch die Baubegleitung bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden mit 50 % der Kosten, maximal aber 2.000 Euro.
Damit können viele fachliche Fragen und Probleme, denen private Hausbesitzer oft hilflos gegenüber stehen, aus dem Weg geräumt werden. Der Bauherr hat einen kompetenten Sachverständigen an seiner Seite, der während der Sanierungsphase die unterschiedlichen Gewerke miteinander koordiniert und auf die Einhaltung der geforderten Standards achtet.
„Dann kann es auch keine Probleme geben, wenn nachher die Einhaltung dieser Standards überprüft wird. Denn oft gibt es die beste Förderung, wenn zuvor ein Energiegutachten erstellt wurde, das alle Einsparmöglichkeiten auslotet und die dafür notwendigen Maßnahmen auflistet“, sagt Energieberater Jochen Engelhaupt. Mit der Baubegleitung habe man die Gewähr, dass unabhängig über den aktuellen Stand der Technik beraten würde. Auch bei Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen Gewerken, beispielsweise dem Fensterbauer und dem Malerbetrieb über den richtigen Anschluss zwischen Dämmung und Fenster, hilft die Baubegleitung die aufkommenden Fragen zu klären. „Das kann dem Bauherrn viel Ärger ersparen.“
Das Förderprogramm können nicht nur Eigentümer von bewohnten Wohngebäuden nutzen, sondern auch Mieter mit Zustimmung ihres Vermieters.
Umfangreiche Informationen zu allen Fördermöglichkeiten gibt es bei BAFA und KfW.
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