Schüler lernen sparsamen Umgang mit Energie
255 Energiedetektive an Grundschulen des Landkreises Insgesamt 255 Grundschüler in 16...

Rund zehn Prozent ihres Nettoeinkommens geben private Haushalte im Durchschnitt für Strom und Heizung aus – weitere Energiekosten z. B. fürs Autofahren sind darin noch nicht enthalten. Die Tendenz: Billiger werden Strom, Gas und Heizöl sicher nicht mehr.
Kochen und Backen machen 17 Prozent des Stromverbrauchs in einem Durchschnittshaushalt aus. Ein herkömmlicher Elektroherd wandelt nur etwa ein Viertel der ursprünglich eingesetzten Energie in Wärme um. Dagegen spart ein Ceranfeld 10 bis 20 Prozent, ein Induktionsherd schon rund 30 Prozent an Strom.
Kühl- und Gefriergeräte benötigen etwa 20 Prozent des Stroms, den deutsche Haushalte verbrauchen. Die Energieeffizienz bei Kühlgeräten hat sich in den vergangenen Jahren rasant verbessert. Standard ist heute die Klasse A+++, die nur noch halb so viel Strom verbraucht wie Geräte der A-Klasse.
Bei Waschmaschine, Geschirrspüler und Wäschetrockner lassen sich mit der richtigen Bedienung Energie und Geld sparen. Alle Geräte gibt es in verschiedenen Größen. Egal, wie voll die Maschinen sind, der Verbrauch an Wasser und Strom ändert sich kaum dadurch, daher sollten sie immer möglichst voll beladen betrieben werden.
Seit dem 1. September 2009 ist per Gesetz das Ende der guten alten „Glühbirne“ eingeläutet. Schrittweise wurde der Verkauf der Stromfresser eingestellt. Ab Ende 2012 dürfen nur noch Kompakt-Leuchtstofflampen, die eher als Energiesparlampen bekannt sind, und effiziente Halogenlampen verkauft werden.
Im Keller der meisten Wohnhäuser sitzt ein Dieb. An jeder Heizung, die warmes Wasser in die Heizkörper der einzelnen Räume pumpt, arbeitet eine Pumpe 24 Stunden am Tag. Da macht es einen erheblichen Unterschied, ob dies eine moderne Effizienzpumpe mit einer Leistung von wenigen Watt oder ein herkömmliches ungeregeltes Modell mit dem nahezu zehnfachen Bedarf ist.
Die meisten Haushalte in Deutschland heizen mit Öl oder Gas und sind dadurch abhängig von den stark schwankenden Preisen für fossile Brennstoffe. Eine wichtige Kennzahl ist die Energiequote, für die der Anteil der Ausgaben für Energie am Gesamtnettoeinkommen eines Haushalts berechnet wird. Sie liegt im bundesweiten Durchschnitt bei knapp 8%, das entspricht ungefähr 1.500 Euro im Jahr.
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und in Deutschland in großen Mengen verfügbar. Es ist im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen relativ preisstabil; und das Heizen mit Holz geht weitgehend CO2-neutral von statten– ein Baum gibt bei seiner Verbrennung genau so viel Kohlendioxid ab, wie er im Laufe seines Lebens aus der Luft aufgenommen hat.
Beim Duschen und Baden sparen heißt doppelt sparen. Denn die komfortable Ganzköperreinigung verbraucht sowohl kostbares Trinkwasser als auch Energie zur Erwärmung desselben. Dabei muss eine gut gefüllte Badewanne nicht die verschwenderischste Variante sein: Je nach Duschkopf werden bei zehnminütigem Duschen bis zu 120 Liter warmes Wasser fällig; eine Badewanne beansprucht 100 bis 150 Liter für sich.
Heizen und Lüften wollen gelernt sein. Nur so lässt sich der in vielen Haushalten größte Posten in der jährlichen Energiebilanz – die Erzeugung von Wärme - nachhaltig reduzieren. Was die Wohlfühltemperatur in den eigenen vier Wänden angeht, sind die Geschmäcker verschieden. Unter Medizinern hingegen herrscht weitgehend Einigkeit: Die gesündeste Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20° C bei einer Raumfeuchte von 30-65%.
Je älter eine Heizung ist, desto eher lohnt sich ein Austausch: Neue Technologien senken den Energieverbrauch um bis zu 30%. Eine wichtige Innovation der letzten 20 Jahre sind Brennwertkessel, welche die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas dazu einsetzen, die im Brennstoff enthaltene Energie fast vollständig zu nutzen.
Gebäuden geht es wie Menschen: Wenn es draußen kalt ist, sollten sie sich warm einpacken. Eine gute Dämmung zahlt sich zudem bei Häusern auch im Sommer aus, da Räume bei hohen Außentemperaturen kühl gehalten werden. Der größte Teil der Wärme geht bei unzureichender Dämmung über die Fenster, die Außenwände, das Dach oder die Kellerdecke verloren
Wer sich dazu entscheidet, sein Haus zu dämmen, hat die Qual der Wahl: Dämmstoffe gibt es in vielen verschiedenen Formen und Qualitäten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen organischen, anorganischen und Verbundsystemen – die Palette reicht dabei vom synthetisch hergestellten Dämmklassiker Glaswolle bis zu einem natürlich gewachsenem Material wie Flachs.
Wärmebrücken sind Teile eines Gebäudes, durch die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch andere Teile. Viele Fenster sind solche Wärmebrücken - sie tragen bis zu 40% zum durchschnittlichen Wärmeverlust eines Gebäudes bei und bieten deshalb bei der energetischen Sanierung großes Sparpotential.
Die energetische Sanierung von Gebäuden bietet große Chancen für den Klimaschutz. Deshalb hat sich der Gesetzgeber entschieden, verbindliche Richtlinien festzulegen: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat zum Ziel, den Betriebsenergieverbrauch von Gebäuden zu senken. Eigentümer von Immobilien und Bauherren werden verpflichtet, bei der Errichtung und Sanierung ihrer Wohnobjekte bestimmte bautechnische Standardanforderungen einzuhalten.
Die Autoindustrie verspricht, in Zukunft immer umweltschonendere Fahrzeuge zu entwickeln, um Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch zu erreichen. Wann sich neue Technologien wie der Elektroantrieb in der Breite der Bevölkerung durchsetzen werden, ist allerdings noch offen. Gut zu wissen also, dass man schon heute den Kraftstoffverbrauch senken und dadurch den eigenen Geldbeutel und die Umwelt schonen kann – wenn man einige Tipps beachtet.
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